Baustraße

Die Baustraße – oft übersehen, aber unverzichtbar

Der Hausbau steht in den Startlöchern! Doch bevor die eigentlichen Baumaßnahmen beginnen können, muss eines sichergestellt sein: Baumaschinen und schwere Lieferfahrzeuge müssen das Grundstück sicher und schadfrei erreichen und vor allen dingen wieder verlassen können. Dafür braucht es eine sogenannte Baustraße – also eine temporäre, tragfähige Baustellenzufahrt. Wissenswertes dazu erfahren Sie hier.

Eine Baustraße einzurichten zählt zu den typischen Baunebenkosten und ist in den meisten Fällen unerlässlich. Denn weder das unbebaute Grundstück noch angrenzende Geh- oder Radwege sind für die enormen Lasten ausgelegt, die während der Bauzeit durch Betonmischer, Kranfahrzeuge oder LKWs entstehen. Ohne geeignete Zufahrt drohen Schäden am Untergrund oder festgefahrene Fahrzeuge – und im Ernstfall haften Sie als Bauherr.

Je nach Lage, Bodenbeschaffenheit und öffentlichen Vorgaben kann die Baustraße unterschiedlich ausgeführt sein:

  • In einfacher Schotterbauweise,

  • mit Fahrplatten aus Stahl oder Kunststoff,

  • oder als kombinierte Lösung mit Unterbau und Tragschicht.

Wichtig: In vielen Regionen – zum Beispiel in Hamburg – muss die Baustraße durch das Tiefbauamt oder den zuständigen Wegewart genehmigt werden. Dieser prüft, ob der vorhandene Weg ausreichend ist oder ob eine speziell hergerichtete Zuwegung notwendig wird.

Baustraße einrichten: Darauf sollten Sie achten

Die Vorgaben zur Einrichtung einer Baustraße unterscheiden sich je nach Bundesland, Kommune und Straßenbauamt. In Hamburg beispielsweise sind der Wegewart oder das Tiefbauamt die zuständigen Stellen für Genehmigung und Kontrolle. Dabei gilt es, Auflagen strikt einzuhalten, um Verzögerungen oder Bußgelder zu vermeiden.

Ein häufiger Punkt ist die regelmäßige Reinigung der Zufahrt: In manchen Gemeinden muss der öffentliche Verkehrsraum täglich gesäubert werden – in anderen reicht eine turnusmäßige Kontrolle. Zudem dürfen Baustraßen den fließenden Verkehr, den Zugang zu Nachbargrundstücken sowie den Fuß- und Radverkehr nicht behindern.

Auch die Sicherheit spielt eine zentrale Rolle. Die gesamte Baustellenzufahrt muss klar gekennzeichnet und zuverlässig gesichert sein – etwa mit:

  • Leitbaken zur Fahrbahnabgrenzung,

  • Absperrgittern oder Bauzäunen zur Sicherung gegen unbefugtes Betreten,

  • und gegebenenfalls mit einer Baustellenbeleuchtung bei Dunkelheit oder schlechter Sicht.

Bei Kagebau achten wir bereits in der Planungsphase darauf, dass alle Anforderungen erfüllt und die Bauabläufe durch gut erreichbare Zufahrten unterstützt werden. So starten Sie strukturiert und regelkonform in Ihr Bauprojekt.

Welches Material nutzt man für Baustraßen?

Baustraßen müssen den schweren Lasten von Betonmischern, Kränen und Lkw standhalten. Daher bestehen sie nicht nur aus einfachem Schotter, sondern aus stabilen Materialien wie:

  • Bodenschutzplatten aus Stahl oder Beton

  • Recycling-Beton

  • tragfähigem Mineralgemisch oder Frostschutzmaterial

Eine tragfähige Baustraße schützt nicht nur öffentliche Wege und das Baugrundstück vor Schäden – sie kann auch strategisch sinnvoll geplant werden, um später als Grundlage für Ihre künftige Grundstückszufahrt oder Einfahrt zu dienen. So sparen Sie Aufwand und doppelte Investitionen.

Ebenso wichtig wie das Material ist die korrekte Beschilderung und Absicherung der Baustelle. Nur mit klarer Kennzeichnung und Freigabe durch die zuständigen Behörden kann die Baustraße wie vorgesehen genutzt werden.

 

Was kostet eine Baustraße – und wie läuft die Genehmigung ab?

Die Genehmigung durch das Tiefbauamt oder den zuständigen Wegewart kann je nach Gemeinde einige Tage bis wenige Wochen in Anspruch nehmen. Planen Sie daher genügend Vorlaufzeit ein.

Die Kosten für die Einrichtung hängen von Länge, Gelände und Bauweise ab. Als grobe Richtlinie gilt: Für kleinere Bauprojekte (z. B. Einfamilienhäuser) sollten etwa 2.000 bis 5.000 Euro kalkuliert werden – inklusive Material, Aufbau, Rückbau und Genehmigungen.

In der Regel besteht Rückbaupflicht: Nach Abschluss der Bauarbeiten muss die Baustraße entfernt und der ursprüngliche Zustand – oder eine genehmigte Zufahrtslösung – wiederhergestellt werden. Umso sinnvoller ist es, eine langfristig nutzbare Lösung von Anfang an mitzudenken.

Entscheiden Sie sich für Kagebau als Ihr Baupartner, unterstützen wir Sie nicht nur beim Bau Ihres Hauses, sondern begleiten Sie auch bei der Vorbereitung Ihrer Baustellenzufahrt – von der Planung bis zur Ausführung. Vereinbaren Sie gern ein unverbindliches Erstgespräch mit uns. Wir freuen uns auf Sie!

LASSEN SIE SICH BERATEN!

Sprechen Sie uns an. Wir sind Fachleute für individuelle Wohnträume und beraten Sie fachkundig. Vor Ort in einem unserer Musterhäuser oder remote!
Jetzt Beratungstermin vereinbaren oder rufen Sie uns einfach an unter 04826/376580